Eritrea – Berichte aus Afrikas Fluchtland Nr. 1

Martin Lohoff, Dr. Thomas Dirksen, Maria Buchwitz, Christoph Strässer und Jürgen Coße (v.l.n.r.) diskutierten die Menschenrechtslage im ostafrikanischen Eritrea
Martin Lohoff, Dr. Thomas Dirksen, Maria Buchwitz, Christoph Strässer und Jürgen Coße (v.l.n.r.) diskutierten die Menschenrechtslage im ostafrikanischen Eritrea

Was kann die Politik tun, um die vielfältigen Fluchtursachen zu bekämpfen? Die Frage treibt die SPD Münster seit Längerem um. Eritrea ist dabei das Land, aus dem die meisten Afrikaner*innen etwa vor Terror und Verfolgung fliehen müssen. Allein in den Nachbarstaaten Äthiopien und Sudan sind es mehr als 120.000 Geflüchtete. So stand es in der vergangenen Woche auch im Mittelpunkt einer Diskussionsveranstaltung der Menschenrechtsinitiative der SPD Münster. Die Gäste Dr. Thomas Dirksen von der Hilfsorganisation Archemed, Bundestagsabgeordneter Jürgen Coße - im Auswärtigen Ausschuss für die Region Ostafrika zuständig - und Initiativenmitlied Martin Lohoff hatten Eritrea aus Anlass des 25 -jährigen Unabhängigkeitstages in diesem Jahr bereist. Sie berichteten von der aktuellen Situation im Land und aus ihren Erfahrungen mit Humanitärer Hilfe und den Gesprächen mit Regierungsvertretern. „Es gilt, alle Kanäle zu nutzen, um die Lage der Menschen zu verbessern und die Kräfte im Land zu unterstützen, die sich für eine Öffnung des weitgehend isolierten Landes einsetzen“, lautete ihre einhellige Einschätzung.

 

Auch Münsters hiesiger Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer - Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung - erläuterte die speziellen Probleme des Landes, in dem der lebenslange Militärdienst genannt „National Service“ eine große Rolle spielt: „Es ist schwer , mit einem Land über Kooperation zu sprechen, in dem ein Dialog mit der Zivilgesellschaft nicht möglich ist“, so Strässer. „Angesichts der immer wieder aufflammenden Grenzkonflikte mit dem Nachbarland Äthiopien gilt es alle friedensfördernden Akteure zu unterstützen und auf Versöhnung hin zu wirken“, fasste Initiativensprecherin Maria Buchwitz, welche auch durch den Abend führte, am Ende der engagierten Diskussion zusammen.

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